AEROTOP® DHW.3
Warmwasser-Wärmepumpe
Leistung 2,4 kW
Eine Brauchwasserwärmepumpe, auch als Trinkwasserwärmepumpe oder Warmwasser-Wärmepumpe bezeichnet, dient ausschließlich der Erwärmung von Brauchwasser. Letzteres wird beispielsweise beim Duschen im Bad oder für Spülbecken und Spülmaschine in der Küche benötigt. Damit unterscheiden sich Brauchwasserwärmepumpen von herkömmlichen Wärmepumpen, die nicht nur Warmwasser, sondern auch Raumwärme bereitstellen.
Eine Wärmepumpe rein für Warmwasser lässt sich in den meisten Immobilien vergleichsweise unkompliziert nachrüsten und bietet den Vorteil, dass die Heizkosten für die Warmwasserbereitung deutlich günstiger ausfallen als bei fossilen Heizungen mit Öl und Gas. Die folgenden Abschnitte geben eine Übersicht, wie eine Warmwasser-Wärmepumpe funktioniert, für wen sie sinnvoll ist und wann sich welcher Speicher lohnt von 150 bis 300 Liter.
Inhalt der Seite
Wie eine Warmwasser Wärmepumpe funktioniert
Wann eine Brauchwasserwärmepumpe sinnvoll ist
Der passende Speicher: 150, 200 oder 300 Liter?
Stromverbrauch einer Warmwasser-Wärmepumpe
Kosten und Förderung von Brauchwasser-Wärmepumpen
Brauchwasserwärmepumpe mit Heizungsunterstützung
Die Funktionsweise einer Brauchwasserwärmepumpe ist grundsätzlich die gleiche wie bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. So saugt sie Umgebungsluft an, die entweder von außen oder aus dem Keller stammt. Die Luft erwärmt ein zunächst flüssiges Kältemittel. Aufgrund seiner guten Umweltverträglichkeit kommt in modernen Trinkwasserwärmepumpen zumeist das Kältemittel R290 (Propan) zum Einsatz.
Durch den Kontakt mit der angesaugten Außenluft ändert das Kältemittel seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig und wird anschließend mittels eines Kompressors verdichtet. Dieser Vorgang ermöglicht es, auch bei vergleichsweise kalter Außenluft hohe Temperaturen von 60 bis 80 °C zu erzeugen. Diese Wärme überträgt ein sogeannter Wärmetauscher an das Brauchwasser, das über Leitungen an die gewünschte Entnahmestelle wie die Dusche, Waschmaschine oder Spüle gelangt.
Wärmepumpen gelten als Zukunftstechnologie in der Heizungsbranche. Grund dafür ist ihre hohe Effizienz gegenüber fossilen Heizungen. So gewinnen Wärmepumpenheizungen aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärmeenergie. Das gilt auch für Trinkwasserwärmepumpen. Doch wann ist es sinnvoll, eine Wärmepumpe ausschließlich für die Warmwasserbereitung zu nutzen statt für Raumwärme und Warmwasser gleichzeitig? Hier gibt es mehrere Antworten:
Die meisten Brauchwasserwärmepumpen besitzen einen integrierten Warmwasserspeicher. Letzterer sorgt dafür, dass kontinuierlich warmes Wasser zur Verfügung steht. Dadurch kann die Wärmepumpe in Intervallen heizen und muss nicht nach Bedarf starten, was sehr ineffizient wäre. Hersteller bieten ihre Warmwasser-Wärmepumpen mit Speichern in verschiedenen Größen an. Welches Fassungsvolumen das passende ist, hängt vom Verbrauch ab und dieser wird vor allem durch die Anzahl der Personen in einem Haushalt beeinflusst. Zur Orientierung: Für einen 2-Personen-Haushalt sind etwa 150 Liter ausreichend, während Familien mit 4 Personen meist mit einem 250-Liter-Speicher klar kommen. Für besonders große Haushalte oder wenn eine Badewanne regelmäßig genutzt wird, können bis zu 400 Liter oder mehr sinnvoll sein.
| Speichergröße | Haushaltsgröße | Einsatzbereich |
| 150 Liter | 1 bis 2 Personen | Kleine Wohnung, wenig Warmwasserverbrauch |
| 200 Liter | 3 bis 4 Personen | Standard für kleine Familien |
| 250 Liter | 4 bis 5 Personen | Häufigstes Speichervolumen in Einfamilienhäusern |
| 300 Liter | 5 bis 6 Personen | Großfamilie, mehrere Bäder, hoher Bedarf |
| > 300 Liter | >5 Personen und Gewerbe | Hotels, WGs, Friseure |
Wärmepumpen für Brauchwasser ohne Speicher
Warmwasser-Wärmepumpen der gängigen Hersteller sind nahezu ausschließlich als Speichergeräte konzipiert. Sie erwärmen das Wasser langsam mit einer Heizleistung von 1 bis 2 Kilowatt in einem integrierten oder externen Warmwasserspeicher. Das führt zu einer gleichmäßigen Warmwasserbereitung über einen längeren Zeitraum, was den Stromverbrauch der Wärmepumpe möglichst niedrig hält.
Theroetisch wäre es auch möglich, eine Wärmepumpe für Brauchwasser wie einen Durchlauferhitzer zu betreiben. In diesem Fall hält das Gerät kein erwärmtes Wasser vor, sondern erhitzt es im Moment des Durchlaufs. Damit das Gerät die gewünschte Zieltemperatur erreicht, ist jedoch eine sehr hohe Heizleistung von mehr als 20 Kilowatt erforderlich. Unter diesen Gesichtspunkten würde der Stromverbrauch in die Höhe schnellen und die Vorteile der sonst so effizienten Wärmepumpe verpuffen. Auch wenn sich ohne einen Speicher Platz sparen ließe, ist ein Betrieb einer Trinkwasserwärmepumpe ohne Speicher in den meisten Fällen nicht sinnvoll.
Maßgeblich für den Stromverbrauch einer Warmwasser-Wärmepumpe ist neben dem Warmwasserbedarf die Effizienz der Anlage selbst. Moderne Geräte erreichen einen Coefficient of Performance (COP) von 2,5 bis 3,5. Das bedeutet, dass die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom das Zweieinhalb- bis Dreieinhalb-fache an Wärmeenergie gewinnt. In einem durchschnittlichen 2-Personen-Haushalt liegt der Stromverbrauch zur Bereitstellung von Warmwasser bei etwa 300 bis 400 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde liegen die jährlichen Stromkosten für den Betrieb einer Warmwasser-Wärmepumpe demnach bei 90 bis 120 Euro.
Je nach Größe des Speichers liegen die Preise für eine Brauchwasserwärmepumpe zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Ein Gerät mit einem 300 Liter Speicher liegt eher am oberen Ende der Preisspanne, mit einem 100 Liter Speicher eher am unteren Ende. Hinzu kommen Kosten für den Einbau und das benötigte Montagematerial. Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Gerät mit Montage auf 4.000 bis 7.000 Euro.
Zwar bietet die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) derzeit attraktive staatliche Zuschüsse für Wärmepumpen allgemein, reine Brauchwasserwärmepumpen sind von der Förderung jedoch ausgenommen. Wärmepumpen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, erhalten aktuell somit keine Förderung.
Die meisten gängigen Heizungshersteller führen auch eine Brauchwasserwärmepumpe in ihrem Produktportfolio. Ein Test verschiedener Modelle durch eine unabhängige Instanz wie der Stiftung Warentest steht derzeit noch aus.
Die Warmwasser-Wärmepumpe nutzt Umgebungsluft und das natürliche Kältemittel Propan (R290) für höchste Effizienz (A+) und geringe Betriebskosten. Sie liefert zuverlässig große Warmwassermengen, arbeitet besonders leise und ist optimal für die Nutzung von PV-Strom vorbereitet. Dank kompakter Bauform, einfacher Integration und smarter App-Steuerung bietet die AEROTOP® DHW.3 zukunftssicheren Komfort – effizient, hygienisch und intelligent vernetzt.
Entdecken Sie unsere neue Warmwasser-Wärmepumpe AEROTOP® DHW.3Brauchwasserwärmepumpe mit Heizungsunterstützung
Eine klassische Brauchwasserwärmepumpe läuft unabhängig vom Heizkreis für die Raumheizung. Es gibt jedoch spezielle Geräte mit Heizungsunterstützung. Diese lassen sich beispielsweise mit einer bestehenden Öl- oder Gasheizung kombinieren und werden somit in das Heizungssystem integriert. Demnach handelt es sich um eine Hybridheizung, bei der die Brauchwasserwärmepumpe die Hauptheizung unterstützt.
Vorteil der Heizungsunterstützung durch eine Brauchwasserwärmepumpe besteht darin, dass die Wärmepumpe gerade an warmen Tagen oft energiesparender ist als eine fossile Heizung. Im Frühling und Herbst reicht die Leistung meist aus, um das Gebäude allein zu versorgen. Auch in Kombination mit Photovoltaik macht eine Warmwasser-Wärmepumpe Sinn. So kann sie denn selbst erzeugten Strom zum heizen nutzen.
Ein Durchlauferhitzer erhitzt Brauchwasser mit elektrischer Energie direkt während es durchfließt. Warmwasser-Wärmepumpen hingegen nutzen die Umgebungsluft als kostenlose Wärmequelle und halten warmes Wasser in einem integrierten Speicher vor.
Dadurch ergibt sich ein deutlicher Unterschied, was die Effizienz angeht: Moderne Brauchwasserwärmepumpen erreichen eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3 bis 4. Demnach gewinnen sie aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme. Ein Durchlauferhitzer hingegen kommt auf ein Verhältnis von nahezu 1:1, was den eingesetzten Strom zur erzeugten Wärme angeht. Jede eingesetzte Kilowattstunde ergibt etwa eine Kilowattstunde Wärme.
Auf das Jahr hochgerechnet kann die Brauchwasserwärmepumpe den Stromverbrauch für Warmwasser um 60 bis 75 Prozent senken. Dafür ist ein Durchlauferhitzer günstiger in der Anschaffung. Über einen längeren Zeitraum rechnen sich die höheren Investitionskosten in eine Warmwasser-Wärmepumpe aufgrund der niedrigeren Betriebskosten jedoch für die meisten Haushalte mit der Zeit.
Ein weiterer Vorteil der Brauchwasserwärmepumpe: Sie erwärmt das Wasser langsamer und gleichmäßiger als ein Durchlauferhitzer auf Temperaturen unter 60 °C. Dadurch entsteht weniger Kalk. Eine Besonderheit der ELCO AEROTOP DHW.3 besteht darin, dass sie die Speicherfläche zur Wärmeübertragung nutzt, was die Ablagerung von Kalk zusätzlich reduziert. Für eine einfache Reinigung verfügt sie außerdem über eine Reinigungsöffnung.
Entscheidend sind hier vor allem der Warmwasserverbrauch und die Jahresarbeitszahl (JAZ). Die JAZ gibt an, wie viel Kilowattstunden Wärme die Brauchwasserwärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. In einem 2-Personen-Haushalt liegt der durchschnittliche Wärmebedarf für die Warmwasserbereitung bei etwa 1.100 Kilowattstunden (kWh). Dieser Wärmebedarf wird nun durch die JAZ der Brauchwasserwärmepumpe geteilt. Daraus ergibt sich ein Stromverbrauch von 367 Kilowattstunden im Jahr:
1.100 kWh Wärmebedarf jährlich / 3 JAZ = 367 kWh Stromverbrauch pro Jahr
Eine Brauchwasserwärmepumpe ist effizient und günstig im Betrieb. In den meisten Haushalten arbeitet sie deutlich effizienter als Durchlauferhitzer oder Warmwasserboiler. Einer der wenigen Nachteile ist der erhöhte Platzbedarf. Ebenfalls häufig als Nachteil genannt werden die höheren Investitionskosten gegenüber Alternativlösungen. Diese rechnen sich aufgrund der deutlich geringeren Betriebskosten jedoch meist schon nach wenigen Jahren.
Eine Brauchwasserwärmepumpe nutzt Umgebungsluft als Wärmequelle. Deshalb eignen sich vor allem warme Räume als Aufstellort. Dazu zählen der Heizungsraum, der Hauswirtschaftsraum oder Kellerräume mit Abwärme durch den Trockner oder durch Heizungsrohre. Wichtig ist, dass der Raum genügend Luftvolumen besitzt und auskühlen darf, da eine BWWP die Umgebungsluft merklich abkühlt.
Warmwasserspeicher mit 150, 200 oder 300 Litern?
Ein Warmwasserspeicher macht warmes Brauchwasser jederzeit verfügbar. Andernfalls müsste das Wasser beim Duschen, Händewaschen und Spülen genau in dem Moment erhitzt werden, in dem es benötigt wird. Das kostet Zeit, Komfort und Effizienz. Je nach Bedarf gibt es Brauchwasserspeicher in verschiedenen Größen von 80 über 150 bis hin zu 300 Litern und mehr. Welches Fassungsvolumen das passende ist, wie ein Warmwasserspeicher funktioniert und was ihn von einem Durchlauferhitzer unterscheidet, erklären wir im Folgenden.
AEROTOP® DHW.3: Effiziente Warmwasserbereitung neu gedacht
Seit Februar 2026 ist die neue AEROTOP® DHW.3 von ELCO erhältlich. Die Warmwasser-Wärmepumpe zur Innenaufstellung nutzt die Energie der Umgebungsluft zur effizienten Trinkwassererwärmung. Im Vergleich zum Vorgängermodell DHW.2 wurde das Gerät technisch und konstruktiv in zentralen Punkten weiterentwickelt.
H2-Ready Gasheizung: Für wen sie sich lohnt, Kosten und Förderung
Hierzulande bildet die Gasheizung nach wie vor die meistgenutzte Heizungsart. Entsprechende Geräte haben sich über Jahrzehnte bewährt und stoßen auf ein breit ausgebautes Servicenetzwerk. In den letzten Jahren jedoch hat das wachsende Bewusstsein für klimaneutrale Energielösungen dazu geführt, dass der fossile Brennstoff Gas zunehmend in den Hintergrund geraten ist. Zu Unrecht, denn moderne H2-Ready-Gasheizungen zeigen, dass sich altbewährte Technologie und nachhaltiges Heizen durchaus kombinieren lassen. Der folgende Ratgeber klärt darüber auf, wie eine Wasserstoff-Gasheizung funktioniert, für wen sie sich lohnt und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
Mehrfach ausgezeichnet: ELCO ist Testsieger bei Wärmepumpen und Service
Wer heute eine neue Heizung oder Wärmepumpe kaufen möchte, steht vor einer riesigen Auswahl. Als Laie lässt sich dabei nur schwer beurteilen, welche Heizungshersteller auch wirklich das liefern, was sie versprechen. Eine gute Orientierungshilfe für Verbraucher bieten objektive Testergebnisse. Dabei wurde ELCO in gleich mehreren Kategorien von verschiedenen unabhängigen Prüfinstitutionen getestet.
GMG 2026 - Das ändert sich zum GEG
Die Bundesregierung hat am 24.02.2026 erste Eckpunkte zur Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgelegt. Hier finden Heizungsbauer und Endkunden einen kompakten Überblick zu den Eckpunkten des geplanten GMG 2026. Wir erklären, was sich bei Modernisierung, Heizungstausch und zukünftigen Technologien ändern soll – verständlich und praxisnah. Die Informationen auf dieser Seite werden ständig aktualisiert.
R32 Verbot ab 2027: Das gilt laut EU-F-Gase-Verordnung
Lange Zeit galt R32 als beliebtes Kältemittel für Wärmepumpen. Das ändert sich mit der neuen EU-F-Gase-Verordnung 2024/573. Demnach soll der Einsatz fluorierter Treibhausgase wie R32 schrittweise eingegrenzt und schließlich ganz verboten werden. Welche Fristen dabei gelten, inwieweit bestehende Anlagen betroffen sind und welche Alternativen es gibt, haben wir im Folgenden zusammengefasst.
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