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GebäudeEnergieGesetz (GEG)

Das GebäudeEnergieGesetz ist seit 01. November 2020 gültig und ersetzt das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Für alle Neubauten, Sanierungen und Modernisierungen regelt es die Anforderungen in Bezug auf die Gebäudehülle, der Haus- und Heiztechnik sowie den Umgang mit Energieausweisen und deren Umsetzung.

Als wesentliche Neuerung für die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung, spielen erneuerbare Energien und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Es stehen nicht nur bekannte Technologien zur Verfügung, sondern es wurde auch Raum für neue Wärmesysteme und innovative Energiequellen geschaffen.
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Die wichtigsten Fakten im Neubau

Regenerative Energien
  • Die Nutzung erneuerbarer Energien zur anteiligen Deckung min. 50% des Wärme- und Kältebedarfs bleibt Vorschrift: Dazu zählen Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme, feste und flüssige Biomasse, biogenes Flüssiggas, Nutzung von Kälte aus erneuerbaren Energien, Abwärme, Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung von Fernwärme/-Kälte.
  • Die Anforderung der anteiligen Deckung kann auch durch Maßnahmen zur Einsparung von Energie erfüllt werden.
  • Gebäudenah erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien kann zur Erfüllung herangezogen werden. Der Deckungsanteil muss dabei mindestens 15 Prozent betragen.
  • Erfüllung des energetischen Neubaustandards auch mit gasförmiger Biomasse möglich.

Die wichtigsten Faken im Gebäudebestand

Öl-Heizungen
  • Die Austauschpflicht für Öl- und Gasheizkessel, die älter als 30 Jahre sind, bleibt bestehen (nach Festlegung GEG im Gebäudebestand §72). Ausnahmen sind Niedertemperatur- und Brennwert-Heizkessel.
  • Wenn ausgetauscht werden muss, kann ab 2026 ein neuer Öl-Heizkessel (Brennwert) eingebaut werden, wenn im Gebäude der Wärme- und Kältebedarf anteilig durch die Nutzung erneuerbarer Energien abgedeckt wird. Die Höhe des Anteils ist noch nicht definiert.
  • Für Bestandsgebäude sind Ausnahmen definiert, wenn Erdgas oder Fernwärme nicht zur Verfügung steht und anteilige EE-Nutzung technisch nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt (Definition des Härtefalls noch offen). In diesen Fällen sind Öl-Brennwertkessel ohne zusätzlich erneuerbarer Energie möglich!
  • Aber grundsätzlich gibt es für reine Öl-Heizungen keine Förderungen!
  • In Baden-Württemberg bleibt ein Pflichtanteil von 15% erneuerbarer Energien Vorschrift.
Enter the name for this tabbed section: Wichtige Neuerungen im Überblick |

Heiztechnik

  • Die Austauschpflicht älterer Öl-Heizungen im Bestand bleibt gültig, aber der Einbau neuer Ölheizungen ist unter erschwerten Bedingungen möglich.
  • Biogenes Flüssiggas wurde als neuer Energieträger für Neu- und Bestandsgebäude aufgenommen.

Bilanzierung

  • Begriff des Niedrigstenergiehauses wird eingeführt, welcher dem europäischen Mindestenergiestandard entspricht. Daher keine Verschärfung des GEG notwendig.
  • Pflicht zur anteiligen Deckung von min. 50% erneuerbarer Energien beim Neubau bleibt bestehen. Bei der Erfüllung des energetischen Neubaustandards, gibt es die Möglichkeit gebäudenah erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien sowie gasförmige Biomasse bei der energetischen Bilanzierung anzurechnen.
  • Primärenergiefaktoren fp (Primärenergie (Qp) = Endenergiebedarf (Qf) X Primärenergiefaktor(fp)) zur Berechnung des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs, werden zentral im GEG geregelt.
  • Gebäude im Verbund (z.B. Doppel-/Reihen-/Mehrfamilienhäuser), welche in räumlichem Zusammenhang stehen wurden aufgenommen. Bis Ende 2025 ist es möglich, einen Gebäudeverbund oder einzelne Gebäude daraus in Abhängigkeit voneinander zu betrachten.
  • Einführung des Modellgebäudeverfahrens für Wohngebäude.
  • Ab 2024 wird die DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ alleinige Bilanzierungsregel für den Nachweis der energetischen Qualität von Gebäuden.

Energieausweis

  • Kohlendioxidemissionen eines Gebäudes sind künftig in Energieausweisen anzugeben.
  • Beim Verkauf von Gebäuden und größeren Sanierungen von Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine energetische Beratung des Käufers bzw. Eigentümers zwingend erforderlich.
  • Bei Neubauten und größeren Sanierungen im Gebäudebestand wurde eine Erfüllungserklärung eingeführt.
Enter the name for this tabbed section: FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick
Welches ist die richtige Vorgehensweise im Falle einer Heizungssanierung – soll man besser noch warten?
Wer auf fortschrittliche Technik (Hybridsysteme, Wärmepumpe, Solaranalgen, etc.) mit hohem regenerativen Anteil setzt, bekommt heute hohe Fördergelder und spart sofort Energiekosten, mit einer zukunftssicheren Technik. Beim Austausch einer konventionellen Öl-Heizung gegen eine moderne Öl-Brennwertheizung mit regenerativen Anteil z.B Wärmepumpe und Hybridsystemen gibt es heute schon reizvolle Fördergelder. Wir helfen Ihnen gerne bei weiteren Fragen weiter – sprechen Sie mit uns.
Die perfekte Lösung für die Zukunft - was ist eine Hybridheizung?
Hybrid ist als eine Kombination zweier Wärmeerzeuger definiert. Schon heute werden z.B. Öl- oder Gas-Kessel mit einer heizungsunterstützenden Solaranlage kombiniert. Auch dies gilt nach heutiger Definition als gültige Hybridlösung. Eine zukunftssichere Lösung ist in jedem Falle die Kombination eines Heizungskessels und einer Wärmepumpe. Regionale Anforderungen – wie z.B. der regenerative Anteil in Höhe von 15% in Baden-Württemberg – müssen auch weiterhin berücksichtigt werden.
Welche Heiztechnologien werden zukünftig noch vom Staat gefördert?
Ab Januar 2021 werden die aktuellen Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter ein Dach zusammengeführt. Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterteilt dabei in Systematische Maßnahmen (Effizienzhaus- und Effizienzgebäude) und Einzelmaßnahmen (EE-Pakete: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik und Anlagen zur Wärmeerzeugung). Im Zusammenhang der Wärmeerzeugung werden zukünftig insbesondere folgende Systeme staatlich gefördert:
  • Wärmepumpen
  • Erneuerbare Energien Hybridheizungen
  • Solarkollektoranlagen
  • Gas-Hybridheizungen
  • Gas-Brennwertheizung („Renewable Ready“)
  • Biomasseheizungen
  • Innovative Heiztechnik auf Basis erneuerbarer Energien
Das GEG führt den Begriff des Niedrigstenergiehaus ein – was steckt dahinter?
Der Begriff „Niedrigstenergiehaus“ bezieht sich auf die Fortführung des ENEV 2016 Standards. Dieser würde im ursprünglichen einem KfW-Effizienzhaus-75 entsprechen, welcher jedoch nur als theoretisches Konstrukt und nie als definierter Standard existiert hat. Folglich entspricht das Niedrigstenergiehaus dem aktuellen Mindest-Baustandard 2020.
Gas-Brennwertheizungen finden keine besondere Erwähnung im GEG – warum?
Gas-Brennwert-Heizkessel sind heute Stand der Technik: äußerst Effizient, wirtschaftlich und bieten eine Preiswerte Lösung. Unter den Fossilen Energieträger sind sie im Vergleich nicht nur umweltfreundlicher, sondern bieten zudem extrem Niedrige NOx und CO2 Emissionswerte!
Die zukunftssicheren Gas-Brennwertgeräte bleiben Bestandteil der staatlichen Förderprogramme. Durch die Einbindung regenerativer Energiequellen finden sie Einzug in modernste Hybrid-Systeme und verbinden innovative Technik mit bewährtem Knowhow.
Verbietet das GEG Heizkessel mit flüssigem, gasförmigem oder festem Brennstoff (wie Heizöl, Gas und Kohle)?
Die Austauschpficht für Heizkessel mit flüssigem, gasförmigem oder festem Brennstoff gilt für Geräte, welche bis zum Ende des Jahres 1990 installiert wurden. Heizkessel welche nach dem 1. Jan. 1991 installiert wurden, darf man nach 30 Jahren nicht mehr betreiben.

In beiden Fällen gilt die Ausnahme: Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwert-Heizkessel sowie Heizungsanlagen mit einer Nennleistung unter 4 Kilowatt (kW) oder über 400 kW sind von der Austauschpflicht befreit.

Ab Januar 2026 ist der Einbau von Heizkesseln mit flüssigem Heizöl oder festem fossilem Brennstoff (Kohle) nur unter erschwerten Voraussetzungen möglich. Für Bestandsgebäude sind Ausnahmen definiert, wenn Erdgas oder Fernwärme nicht zur Verfügung steht und anteilige EE-Nutzung technisch nicht möglich ist oder zu einer unbilligen Härte führt (Definition des Härtefalls noch offen).
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